Windows Server 2025 ist die neuere LTSC-Version, Windows Server 2022 dagegen eine etablierte und weiterhin unterstützte Plattform. Für eine Neuinstallation stellt sich deshalb die Frage: Soll die Umgebung möglichst aktuell sein oder steht bewährte Kompatibilität im Vordergrund?
Als Faustregel gilt: Für neue Projekte ist Windows Server 2025 häufig die zukunftsorientierte Wahl. Windows Server 2022 kann sinnvoll sein, wenn vorhandene Anwendungen, Treiber oder Herstellerfreigaben auf diese Version abgestimmt sind.
Supportdauer im Vergleich
Windows Server 2025 wurde im November 2024 veröffentlicht. Nach dem aktuellen Microsoft-Lifecycle ist der Mainstream Support bis November 2029 und der Extended Support bis November 2034 vorgesehen.
Windows Server 2022 startete im August 2021. Der Mainstream Support läuft nach aktueller Planung bis Oktober 2026, der Extended Support bis Oktober 2031. Beide Versionen bieten eine lange Gesamtlebensdauer.
Was spricht für Windows Server 2025?
Windows Server 2025 ist die modernere Plattform und bietet den längeren verbleibenden Supportzeitraum. Unternehmen, die neue Hardware anschaffen oder eine Umgebung neu aufbauen, können damit die nächste größere Migration weiter nach hinten verschieben.
- eine neue Serverinstallation ist geplant
- Hardware und Anwendungen unterstützen die Version
- eine langfristige Planung ist wichtig
- moderne Plattform- und Sicherheitsfunktionen werden benötigt
- die Hersteller geben Windows Server 2025 frei
Was spricht für Windows Server 2022?
Windows Server 2022 ist in vielen Unternehmen bereits im Einsatz und entsprechend gut erprobt. Für bestehende Umgebungen kann das die Migration vereinfachen, weil Anwendungen, Skripte, Richtlinien und Monitoring bereits auf die Plattform abgestimmt sind.
- eine vorhandene Infrastruktur wird erweitert
- eine Fachanwendung ist nur bis Server 2022 freigegeben
- Treiber oder Backup-Software sind noch nicht für 2025 zertifiziert
- ein konservativer Migrationsplan wird verfolgt
Standard oder Datacenter?
Bei beiden Generationen ist neben der Jahreszahl auch die Edition entscheidend. Windows Server Standard richtet sich typischerweise an klassische Serverrollen und Umgebungen mit überschaubarem Virtualisierungsbedarf. Windows Server Datacenter ist für stärker virtualisierte und besonders umfangreiche Szenarien vorgesehen.
Berücksichtigen Sie auch Hardware, Virtualisierung, CALs, Backup und Hochverfügbarkeit.
CALs nicht vergessen
Die Windows-Server-Lizenz deckt den Server selbst ab. Für Benutzer oder Geräte, die auf Windows-Server-Dienste zugreifen, können zusätzlich Windows Server CALs erforderlich sein. Bei Remote Desktop kommen häufig weitere RDS-CALs hinzu.
Planen Sie Version und Zugriffslizenzen gemeinsam. Mehr Informationen finden Sie im Beitrag Windows Server CAL erklärt.
Migrations-Checkliste
- Anwendungen, Datenbanken und Rollen erfassen.
- Hardware und Treiber prüfen.
- Backup, Virenschutz und Monitoring kontrollieren.
- Standard oder Datacenter auswählen.
- Benutzer, Geräte und zusätzliche CALs planen.
- Backup- und Rollback-Plan testen.
Unser Fazit
Windows Server 2025 ist für neue Projekte oft die zukunftssichere Wahl und bietet den längeren verbleibenden Support. Windows Server 2022 bleibt für bestehende, kompatibilitätsabhängige Umgebungen attraktiv und ist weiterhin eine unterstützte LTSC-Plattform.
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