Eine Windows Server CAL ist eine Zugriffslizenz für den Zugriff auf Windows Server. CAL steht für Client Access License. Sie ist nicht dasselbe wie die Windows-Server-Lizenz, die den Server selbst abdeckt.
Bei einer typischen Serverumgebung müssen daher zwei Fragen getrennt beantwortet werden: Ist der Server korrekt lizenziert? Und sind die Benutzer oder Geräte, die auf die Serverdienste zugreifen, durch die erforderlichen CALs abgedeckt?
User CAL oder Device CAL
Bei einer User CAL wird ein bestimmter Benutzer lizenziert. Dieser Benutzer darf mit mehreren Geräten auf die entsprechenden Windows-Server-Dienste zugreifen, sofern die Lizenzbedingungen des konkreten Produkts dies vorsehen.
Eine Device CAL wird dagegen einem bestimmten Gerät zugeordnet. Mehrere Personen können dieses lizenzierte Gerät verwenden und darüber auf den Server zugreifen.
Wann ist eine User CAL sinnvoll?
User CALs passen häufig zu Unternehmen, in denen einzelne Mitarbeiter mit mehreren Geräten arbeiten. Ein Mitarbeiter kann beispielsweise einen Büro-PC, ein Notebook und ein mobiles Gerät verwenden. Wenn die Zahl der Mitarbeiter überschaubar und stabil ist, kann die Benutzerlizenzierung einfacher zu verwalten sein.
- Vertriebsmitarbeiter mit Notebook und Büroarbeitsplatz
- Mitarbeitende im Homeoffice
- Administratoren mit mehreren Arbeitsgeräten
- kleine Unternehmen mit klar zugeordneten Benutzerkonten
Wann ist eine Device CAL sinnvoll?
Device CALs können interessant sein, wenn sich mehrere Personen wenige Geräte teilen. Das ist zum Beispiel bei Schichtarbeitsplätzen, Empfangs-PCs, Schulungsräumen oder gemeinsam genutzten Terminals der Fall.
- mehrere Schichten an einem gemeinsamen Arbeitsplatz
- Produktions- und Lagerterminals
- gemeinsam genutzte PCs im Betrieb
- Arbeitsplätze mit weniger Geräten als Nutzern
Ein einfaches Rechenbeispiel
Verwenden fünf Mitarbeiter jeweils einen PC und zusätzlich ein Notebook, kann eine User-CAL-Strategie übersichtlicher sein. Arbeiten dagegen zwanzig Personen in zwei Schichten an vier Terminals, kann eine Device-CAL-Strategie passender erscheinen. Ob sie günstiger ist, hängt vom Preis und der gesamten Umgebung ab.
Welche Zugriffe müssen betrachtet werden?
Erfassen Sie nicht nur direkte Anmeldungen. Prüfen Sie auch Dienste und Anwendungen, die im Hintergrund auf den Server zugreifen. Dazu können Datei- und Druckdienste, Benutzerverwaltung, Datenbanken, Anwendungen oder Remotezugriffe gehören.
Zusätzliche Produkte wie Remote Desktop Services können eigene CALs erfordern. Eine normale Windows Server CAL ersetzt nicht automatisch jede weitere Zugriffslizenz.
User CAL und Device CAL im Vergleich
| Merkmal | User CAL | Device CAL |
|---|---|---|
| Zuordnung | Benutzer | Gerät |
| Geeignet für | Mitarbeiter mit mehreren Geräten | Gemeinsame Geräte und Schichtbetrieb |
| Vorteil | Flexibel bei wechselnden Geräten | Praktisch bei vielen Nutzern pro Gerät |
Unser Fazit
User CALs lizenzieren Benutzer und sind oft passend, wenn einzelne Mitarbeiter mehrere Geräte verwenden. Device CALs lizenzieren Geräte und können bei gemeinsam genutzten Terminals sinnvoll sein. Zählen Sie vor dem Kauf Benutzer, Geräte und alle Zugriffsszenarien.
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